Hauptbahnhof Dortmund

Dortmund

Wie könnte ein Bahnhof aussehen, der nicht nur ein Durchgangsort ist, sondern ein Tor zur Stadt?

Dortmund braucht einen neuen Hauptbahnhof. Der bestehende Bahnhof wird täglich von ca. 130.000 Besuchern frequentiert. In seiner bestehenden Form ist er dysfunktional und entspricht nicht den Erfordernissen eines zeitgemäßen Bahnhofgebäudes. Ein neues Gebäude sollte zudem Innenstadt und Nordstadt bequem miteinander verbinden. Hierzu muss als Folge der topografischen Verhältnisse ein Höhenunterschied von ca. 20m überbrückt werden. Die Innenstadt liegt ca. 20m höher als die Nordstadt.

Aus diesem Grund schlagen wir einen Linearbahnhof vor, einen sehr breiten Steg auf der Höhenlage der Innenstadt. Er überquert die Gleisanlagen in einer Höhe von ca. 10m. Von hier aus werden alle Bahnsteige direkt über Treppen, Rollsteige oder Aufzüge erreicht. Handel und Gastronomie sowie Bahn-nahe Dienstleistungen, Wartezonen, Spielflächen und informelle Begegnungsorte werden auf diesem Steg installiert. Die Ponte Vecchio in Florenz könnte als Referenz dienen, allerdings sind diese Flächen hier vollflächig überdacht.

Der Linearbahnhof endet auf einem großzügig dimensionierten Vorplatz an der Nordseite des Bahnhofsareals. Hier entstehen Vis-á-vis Häuser für die Erschließung und vertikale Verteilung, für Arbeiten, Gastronomie, Freizeit, medizinische Dienstleistung und andere Dienstleistungen. Alle neuen Baukörper und Komponenten sind aus geometrischen Grundformen entwickelt. Diese kompakten Gebäude werden zu Auftaktgebäude des anschließenden Stadtquartiers. Sie spielen damit eine wichtige Rolle in der fußläufigen Erschließung des Bahnhofs und der Stadt.

Daten

Adresse

Königswall 14
44137 Dortmund

Lageplan
Detailschema
Südplatz
Nordplatz

BVB Stadion

Dortmund

Im Zug der laufenden Modernisierung und Flexibilisierung des BVB-Stadions, die zunehmend auch Veranstaltungen außerhalb des Sports aufnehmen sollen, denkt der BVB darüber nach, das Konzept eines Stadions mit dem einer Multifunktionshalle zu kombinieren. Das vorliegende Projekt ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie.

Während des fortlaufendenden Spielbetriebs soll die Zuschauerkapazität erweitert werden und das Stadion um ein Dach erweitert werden, das die Nutzung als Halle ermöglicht.

In mehreren Bauphasen realisiert, werden Teile des Bestands mit den neuen Bauteilen verknüpft, realisiert mit maximalem Vorfertigungsgrad, wodurch modulare Fügung vor Ort ermöglicht und zugleich die Bauzeit erheblich reduziert wird. Um den Rasen im Fall der Hallennutzung zu schützen und zugleich das regenerative Wachstum der Grasfläche sicherzustellen, wird das Spielfeld selbst zum Dach. Zu diesem Zweck wird eine Technologie des Schiffsbaus herangezogen: hydraulische Heavy-Lift-Systeme, die an vier Punkten der Stadionecken untergebracht sind, heben das Spielfeld innerhalb einer halben Stunde um 40 Meter an, wo es dann die Funktion eines Daches erfüllen wird. Ein sieben Meter hoher, begehbarer Stahlrost bildet sein Tragwerk und enthält alle lichttechnischen und akustischen Installationen einer Halle.

Bis zu 80 000 Plätze wird das Stadion zukünftig bei open air Sportveranstaltungen anbieten. Bei Musikveranstaltungen unter geschlossenem Dach könnte die Kapazität durch die verfügbare Fläche im Innenraum noch einmal erhöht werden.

Daten

Adresse

Strobelallee 50
44137 Dortmund

Grundriss Erdgeschoss
Querschnitt
Axonometrie

Wettbewerb Schwebebahnstation Kluse

Wuppertal

Die Schwebebahn Kluse in Wuppertal, die im zweiten Weltkrieg zerstört wurde, wird an ihrem historischen Standort am Schauspielhaus wieder errichtet. Da sich an dieser Stelle mehrere städtische Wegeverbindungen kreuzen, haben Petersen Architekten bei ihrem Bahnhofsentwurf Wert gelegt auf städtebauliche Signifikanz und Eingliederung. 

Die untere Verteilerebene ist tagsüber ein zusätzlicher öffentlicher Raum, der über die darüberliegenden transluzenter Bahnsteige belichtet wird. Sie bestehen aus rutschfestem, begehbarem Glas [Litefloor]. 

Das gesamte Tragwerk ist in Längsrichtung in ebene Einzeltragwerke aufgelöst, die durch Verbindungen aus Druckrohren sowohl in der Bahnsteigebene als auch oberhalb der Bahnen und durch Seilverspannungen ausgesteift sind. Jedes Tragwerk besteht aus einem Paar auskragender Außenstützen, die analog zu den Rahmen der Fahrbahnträger geneigt sind. Sie tragen die Fassade und sind entsprechend ihrer Biegebeanspruchung geformt. Zusammen mit einem geschosshohen Fachwerkträger unterhalb der Verteilerebene bilden sie ein unterspanntes Tragwerk. 

Vor der einfachverglasten Fassade sind auf Abstand Lochblechelemente als Blend- und Sonnenschutz gehängt. Deren verschieblich gelagerte Stahlrahmen können zur Verriegelung und Sicherung des Bahnhofs bis auf die Erschließungsebene heruntergefahren werden, so dass sich nachts ein anderes Bild des Bauwerks ergibt. 

Daten

Wettbewerb

1991

Adresse

Bundesallee 248
42103 Wuppertal

Grundriss